Wenn du dich so umsiehst
Und dabei klar siehst
Dann wirst du bald entdecken
Dass an allen Ecken
Schon lange etwas faul ist
Darüber kann
Auch der kleine Mann
Nur noch weinen
Und wie er, kann auch ich heut'
Nur noch weinen
Sieh die Welt an
Dann bist du dran
Mit dem Weinen

Dauernd grau scheint mir das Ganze
Alles dreht sich wild im Tanze
Und es raucht auch schon aus dem Vulkan
Von den Spitzen des Berges
Zu den Tiefen des Meeres
Will ich schreien

Wer will den Rufer hören
Den Rufer in der Wüste?
Es ist doch so viel schöner
Und unerhört bequemer
Zu schlafen
Hm, tief zu schlafen
Doch in dieser Nacht
Bin ich aufgewacht
Ohne Tränen
Ja, ich fand in meinen Träumen
Keine Tränen
Wie am Morgen so am Abend
Keine Tränen

Wo du hinkommst, wo du hinsiehst
Ob du wegläufst oder aufgibst
Holt am Ende uns die Hoffnung wieder ein
Und ich will sie mir erhalten
Mir mit dir diese Welt gestalten
Nur mit Tränen
Können wir uns nicht besinnen
Und an Menschlichkeit gewinnen
Für den Nachbarn?
Und dann folgt nach langer Nacht
Ein neuer Anfang
Haben wir denn keinen Mut mehr
Wirklich keinen?

Ohne Hoffnung können wir doch
Nur noch weinen
Ja, weinen

Von den Spitzen des Berges
Zu den Tiefen des Meeres
Will ich schreien
Hört die Sonne, wird der Morgen
Wieder scheinen?
Und am Ende werden wir
Ganz neu beginnen
Und auf einen neuen Anfang
Uns besinnen
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