Einst bin ich ausgezogen, wurd ein ew'ger Wandersmann Verlies Vater und Mutter, uns'ren Hof und ging von dan'n Im Brunnen vor dem Tore nur ein bitt'res Wasser floss Und im Schatten unsrer Linde nur ein schmerzvoll' Albtraum spross Sah fremde Sternenhimmel und lauschte dem Rabenflug In manch banger Stunde doch mein Herz in Wehmut schlug Hab oft schwere Gewitter in mein' Hände geweint Und sehnte meine Heimat, die mit mein' Ah'n mich vereint Streif durch fernes Land Doch zieht es mich heim Und hüllt mein Herz in Ein sehnsuchtsvoll' Gewand Wo der Fluss sich wand Von Sünd' wasch mich rein Von all dem Weh und Von all dem Schrei'n Poeten meines Landes reichen mir die Hand Rufen mich zur Erde, wo einst meine Wiege stand Wo ich das Tau geschaut im Morgenlerchensang Und im Abendrot belausch' der Nachtigallen Sehnsuchtsdrang Wo über Erntefelder Wind und Regen weh'n Und an einsamer Stelle meiner Ahnen Gräber steh'n Ewiglich vermiss ich dich Oh Requiem Germania Blutet auch mein Herz für dich Oh Requiem Germania Im Totenreich sprech' ich für dich Oh Requiem Germania Unauslöschlich dein Sohn bin ich Oh Requiem Germania