Du Gegen Mich

Charles Aznavour

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    Du gegen mich… weine nicht, das wär’ dumm
    Held und Stolz, hart wie Wolz macht uns stumm
    Du gegen mich, nur kein Verzicht
    Ob bloβ kämpfen vor Gericht
    Hören was unser Anwalt spricht!

    Du gegen mich, gegen die ganze Welt
    ein Schlachtfeld, wo nicht zählt, wer wen quält
    Die Liebe stirbt, und jeder kämpft nur für sich…
    Kinder? An sie denkt man nicht

    Warum sollen sie die Opfer sein
    Unsre Herzen hart wie Stein
    Voller Haβ und Agonie – warum sie?
    Und warum leiden grade sie dabei
    Denn das Beste, das wir zwei
    Je gemacht, das sind sie!

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    Du gegen mich, und was wollen wir tun
    Wenn die Kinder uns fragen: Warum?
    Du nähmst sie mir ganz einfach fort
    Ich käm’ sonntags nach dem Sport
    Und leih sie aus ohn’ ein Wort!

    Du gegen mich in dem Spiel ohne Ziel
    Wer gewinnt, der verliert viel zu viel
    Wer Sieger wird ist für die Kinder egal
    Sie leiden auf jeden Fall
    Ich will sie nicht von zehn bis zehn jeden zweiten Sonntag sehn
    Wenn es das Gesetz erlaubt, überhaupt!
    Ganz egal wie du bettelst, was du sprichst
    Unsre Kinder kriegst du nicht, auf dem Ohr bin ich taub!

    Du gegen mich, von der Hölle ein Stück
    Aber gestern noch war es das Glück
    Du gegen mich, ein Lebenstraum
    Lieben ohne Zeit und Raum
    Starb wie Seifenblasenschaum!

    Du gegen mich – ein Gefühl flattert wie leis’
    Es zu retten wär’ wert jeden Preis!
    Es könnte brennen hoch und hell wie ein Licht
    löschen wir es nicht vor Gericht!

    Komm! sagen wir nach Marterzeit und vergessen wir dabei
    Jede Wunde, jede Spur der Tortur!
    Komm! wir helfen gemeinsam du und ich
    Daβ mehr übrig bleibt als Du gegen mich, Ich liebe nicht!

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