Der Plage Hetzgesang

Daemonheim

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    So jung und doch gezeichnet vom Trug des Irrwegs
    Narben auf blasser Haut von karger Spur
    Eine zynische Ironie des Schicksals Weg
    Ein trauriges Bildnis boshafter Natur

    Kein Mitgefühl zeigst' dem Gemeinen
    Ein Standbild ohne Schein noch Glanz
    Zerreißt die Haut in Zornes Wut
    Erbrichst den Wohlklang auf stiller Flur

    Erleidest noch immer den Argwohn
    Des dekadenten Abbilds dreister Illusion
    Führt dich einher mit der Versuchung
    Des Fleisches tiefster Niedertracht

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    Die Plage wächst mit jedem Traum
    Übermächtig hausend im Stalle des Wurms
    Kriechend mit bloßem Wahn zur Macht
    Ihr Scheitern wird kommen in kalter Nacht

    Erfüllt von Schmach durch die eigene Form
    Die Seuche frisst das Aas wahrer Geborgenheit
    Ein Hetzgesang wird neue Tugend erwecken
    Und niederstrecken des Heuchlers Brut
    Nur ein zarter Hauch auf welkem Pergament
    Gewillt dem Untergang zu weichen

    Erst wenn deren Blut die alten Eiben tränkt
    Brennt die Flamme in der Schwärze des Herzens
    Wird der Drang in der Gewalt kalter Stimmen
    Ewig den Fluch der Plage brechen

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