Das Lied Vom Nachtwind

Enno Bunger

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    Alles schläft, alles ruht
    Die tiere hören dem nachtwind zu
    Ganz leise hauchend und unsichtbar
    Kannst du ihn fühlen an haut und haar
    So kühl und leicht berührt er uns
    Und hüllt uns ein im nebeldunst
    Die straßen einsam - allein gelassen
    Müde autos schlafen am rand der gassen

    So langsam fällt der vorhang
    Die lichter brennen aus
    Es ist spät geworden
    Wir gehen bald nach haus
    Das mondlicht leuchtet uns den weg zurück
    Und der nachtwind singt sein letztes lied für uns

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    Wir sind still und staunen stumm
    Blicken aufwärts mit offenem mund
    Der himmel dunkel, die gold'nen sterne
    Starren funkelnd aus weiter ferne
    Zu uns hinunter in dein gesicht
    Sie staunen über das blaue licht
    In deinen augen - es spiegelt sich
    Hörst du sie flehen, bitte schließe sie noch nicht

    Doch langsam fällt der vorhang
    Die lichter brennen aus
    Es ist spät geworden
    Wir gehen bald nach haus
    Das mondlicht leuchtet uns den weg zurück
    Und der nachtwind singt sein letztes lied für uns

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