Freibier

Fredl Fesl

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Tono:
G Monchmoi geh ich in a Kneipn nei,
C G donn sing ich ein paar Lieder.
G De Leid, die hom ihrn Spaß dabei,
D mir selber is des auch nicht z'wider.
G Wenn ich donn glaub, ich hob genug
C gesungen und der letzte Ton ist in Beifall verklungen,
D donn pock ich meine Sochan zom und
C D G donn mecht i wos zum dringa hom. [Bass]
G F# E [Verse]
E Da klopft mir wer auf'd Schultern und sogt, du bist vielleicht ein Hund,
Am schaut mir tief ins Gesicht, sieht meinen trockenen Mund.
D Hat Mitleid mit mir und sogt, komm ich geb ein Bier aus,
G D dankend nehm ich an und sog, jo,
G von mir aus.
E Ich nehm auch noch ein zweites, das mir ein anderer offeriert,
Am denk, des is ein feiner Zug, dass er des mir spendiert.
D Von hinten trifft ein Schlag mich und schon wieder ruft ein Herr,
G bringan's noch ein Weißbier für den
D G Musiker.
E Es dauert gar nicht lang und auch dieses Glas ist leer,
Am da kommt so eine fesche junge Frau zu mir her.
D gibt mir auf mein Hintern einen kleinen Klaps,
G D lodt mich ein auf ein Stamperl
G Schnaps.
E Und sie lächelt so frech, do sogt ich doch nicht nein,
Am kippe ihren Schnaps ganz froh in mich hinein.
D Er schmeckt ganz vorzüglich, keiner braucht mich lang zu bitten,
G viertel Stund später hob ich schon
D G den zweiten und den dritten.
E Ich denk mir, sakradi, des is a Mischung, die heizt ein,
Am noch eine Runde, hör ich einen Gönner schrein.
D Danke, mir nicht mehr, will ich grad noch sagen,
G Ah geh, sogt er, du wirst jo so a
D G bissl Schnapsal vertragen.
E I sog, freilich und er meint Averna wär nicht schlecht,
Am wunderbar, sag ich, so a Werner ist mir recht.
D Donn trink ich meinen Werner zom und denk, jetzt geh ich heim,
G denn mit der Trinkerei soll man
D G schließlich auch nicht übertreim.
E Da fragt mich wieder einer, ob er mir was zahlen kann,
Am na, sog ich, des brauchst nicht. Aber freilich, sagt der Mann.
D Er sogt, wos hoitst denn, von an Glasl guadn Wein,
G natürlich nehm ich an, ich will ja
D G nicht unhöflich sein.
E Er selber deaf nix trinken, weil er ist nicht richtig fit,
Am ober ich hab so toll gesungen, trink a Glasl für mich mit.
D Ich versuch, was zu erklärn, aber er versteht mich nicht recht,
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G ich sag ganz deutlich, muas ned
D sein, doch er hört scheinbar
G schlecht.
E Willst du noch ein Glasl, eins steht grad noch da,
Am so fragt er mich ganz freundschaftlich und i sog, mjoa.
D I hob zwoa schon des dritte von diese Glaserl Wein,
G ober es sand gonz kloane Glasl, wos
D G soll denn do scho groß fein.
E Er fragt mich dann, wer bist du denn, wo kommst du denn her?
Am I sog, aus Pleiskirchen, das beeindruckt ihn schwer.
D Damit ich mehr erzähl, steht auch gleich ein Schnapserl da,
G guad, donn sauf ich's aus,
D G Prostati und Prostata.
E Ein weiteres Schnapserl nehm ich auch noch zwischendrein,
Am weil auf einem Bein geht man schließlich nicht heim.
D Eine super Blondine spricht mich plötzlich an,
G und fragt, willst du noch einen
D G Averna hom?
E Mhm, moch i, weil ich hob den Mund grod noch voll,
Am kriag den Schnaps ned gonz runter, aber sonst fühl ich mich wohl.
D Sie sagt, du singst ja tolle Lieder, wo host du de denn her?
G I sog, de moch i olle selber, des
D G is überhaupt ned schwer.
E Angeregt unterhalt ich mich mit ihr,
Am wir prosten uns zu und sie trinkt mit mir.
D Plötzlich hätt ich mich fast angeschüttet,
G weil mich wieder wer zu einem
D G firschen Weißbier bittet.
E Und er hat mir zu dem Zweck auf die Schulter geschlagen,
Am Rülps, hör ich mich grad noch sagen.
D Und zu dieser kleinen Weißbierrunde,
G D gehen wir noch an die Bar zur
G späten Stunde.
E Wir hängen Arm in Arm an der Theke vereint,
Am Merci, sog i, du bist mei Freind.
D Mein Bier ist schon halb ausgetrunken,
G D mein Kopf schon fast auf den
G Tresen gesunken.
E Da fällt mein Blick zufällig zu der Tür,
Am und ich stelle fest, ja ganz wunderlich ist's hier.
D Und nicht ein jeder wird verstehn,
G D was ich zu dieser späten Stunde
G habe gesehn.
E Liegt's am Bier, liegt's am Schnaps oder liegt's gar am Wein,
Am denn bei jeder Tür kommt mein Spetzl Rudi herein.
D Und beide Rudi haben einen starren Blick,
G und sie wippen mit den
D G Weißbiergläsern vor und zurück.
E Ich schüttel meinen Kopf, jetzt ist da Rudi wieder allein,
Am Mensch hod der einen Rausch, so bsuffa möcht ich gar ned sein.
D Sein Auge ist gerötet, vielleicht hat er geweint,
G er sagt, he wos mochstn du do? Er
D G spricht Russisch wie mir scheint.
E Er nuschelt was, von halb Zwölfe in der Nacht,
Am in der Zwischenzeit homs mir noch ein frisches Weißbier gebracht.
D Dann unterhalten wir uns eine Stunde lang sehr angenehm,
G D G über dieses und jenes Weltproblem.
E Ich frag ihn, sog wo kommstn du jetzt her?
Am Er sogt, des woas i söba nimmer.
D Ich kapier bis heute nicht, wie so was geht,
G dass man um diese Zeit so
D G einwandfrei Russisch versteht.
E Kurze Zeit später, denk ich, für heute is genug,
Am zu wissen, wann man aufhörn muss, gilt allgemein als klug.
D Aber leider sind die Tische und die Bänke verschoben,
G so ist mir die Grundlage des
D G geraden Gehens entzogen.
E Irgendoana schreit, he so a Williamsbirn
Am hinten nauf wär doch ned schlecht für ein Musikerhirn.
D Nochdem da Schnaps scho do steht, do trink i'n hoid aus.
G donn schwing ich mich ganz locker
D G zur Türe hinaus.
E Da Huaber Sepp schreit noch, ich kenn seine Stimme genau,
Am Fredl sauf dein Schnaps aus, du feige Sau!
D Du kannst mich mal, denk ich nur knapp,
G schließlich weiß ich selbst am
D G besten, wann genug ich hab.
E Ich robbe zu meim Auto, Mensch is da des ein Graus,
Am nachdem ich nicht mehr gehn kann, fahr ich nachhaus.
D Daheim fall ich irgendwie ins Bett hinein,
G und mitten unterm Karussellfahrn
D G schlaf ich ein.
E Am nächsten Morgen wach ich auf, mein Gott, was soll ich sagen,
Am ich glaub, mich hams mim Hammer drei mal nieder geschlagen.
D Ich will jetzt die Sache nicht mit Details übertreiben,
G weil der Gemschmack in meim Mund,
D der lasst sich sowieso nicht
G beschreiben.
E Ich versuche meinen Körper in die Höhe zu bringen,
Am keine Chance, des will mir nicht gelingen.
D Jo, donn bleib ich halt liegen und ich schwör,
G in dieser Kneipn sing ich wirklich
D G niemals mehr.
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