Charley
Hannes Wader
- C
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- D7
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Tono:
G Früher lief hier einer rum, es istC schon ziemlich lange herD Einer, der sich Charley nannte,G viele wissen's gar nicht mehrG Ein paar And're, ich bin sicher,C die erinnern sich noch gutD An seine Hinterhältigkeit und ihreG Angst vor seiner WutD7 Manchmal blieb er ein paar Wochen,G mal verschwand er für ein JahrD7 Salz und Sonne in der Haut und mitG ausgeblich'nem HaarC War er plötzlich, stark wie immer,G nach 'ner Weile wieder hier –D Für uns Jungs war er der König, fürG die Alten mehr ein Tier [Verse 2]G Alle haben es bemerkt, wie gutC sein Blumenhemd ihm standD Mit Löchern drin, ganz heimlich mitG 'ner Kippe reingebranntG Was aussah, dass fast jeder sieC für Einschusslöcher hieltD Und der Sohn vom Apotheker hatG sofort danach geschieltD7 Er kaufte Charleys Hemd zu einemG unverschämten PreisD7 Trug es schmutzig, wie es war,G mitsamt den Löchern und dem SchweißContinúa después del anuncioC Sicher hat er fest geglaubt, erG brauche es nur anzuzieh'nD Und Charleys Kraft und SchönheitG übertrügen sich auf ihn [Verse 3]G Viele Mädchen rissen wegen CharleyC von zu Hause ausD Er nahm das alsG selbstverständlich, machte sich nicht viel darausG Doch nicht nur besonders wilde,C freche Mädchen wollten ihnD Sogar brave, graue Mäuse wurdenG scharf, wo er erschienD7 Eine sah ich, wie sie mehrmalsG dicht an ihm vorüberliefD7 Jedes Mal bei seinem Blick dieG Schenkel fest zusammenkniffC Später tat, als sei er Luft fürG sie, weil sie ihn nie bekamD Und sich irgendeinen Ander'n, denG sie kriegen konnte, nahm [Verse 4]G Dieses Mädchen, was liegt näher,C nahm sich ausgerechnet denD Der die Apotheke erbte, neulich hab'G ich ihn geseh'nG Er sah anders aus als früher, alsC ihm immer, wo er gingD Charleys Fetzenhemd an seinemG schlotternden Gerippe hingD7 Heute knicken seine Beine, ähnlichG wie bei einem SchweinD7 Unter dem Gewicht der Hüften, mehrG und mehr nach innen einC Und die Kinder auf der StraßeG woll'n ihn nackig seh'n und gernD Seine Knie, wenn er geht,G aneinanderklatschen hör'n [Verse 5]G Hörst du, Charley, was mir dieserC Mensch berichtet hat!D Du wärst jetzt auch schon so wieG er, so sauber, sanft und sattG Auch dein Name wär' jetzt anders,C nicht mehr Charley, sondern KarlD Und Alles liefe, wie es sein soll,G ruhig und normalD7 Weißt du, Charley, was du tust,G geht mich schon lange nichts mehr anD7 Nur schade, dass so einer sich mitG dir vergleichen kannC Einer der, obwohl er wollte, nieG wie du gewesen istD Soll nicht sagen dürfen, dass duG so wie er geworden bist!