Blinde Katharina

Klaus Hoffmann

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    Sie trägt auf ihrem Kleide
    Phosphorfarben für die Nacht,
    für sie ist immer Schweigen,
    ob sie redet oder lacht.
    Ihre Augen sind die Hände,
    sie erkennt dich durchs Gehör,
    in ihrer Welt sind viele Wände,
    die sieht sie bloß nicht mehr.

    Katharina mach mir Mut und halte mich,
    gibt's morgen auch kein Wiedersehen,
    ich bin doch der Blinde darum führe mich,
    du kannst im Dunkeln gehn.
    Nur weil ich vermute, daß ich sehend bin,
    brauch' ich doch nichts erkennen.
    Komm wir schmeißen einfach alle Regeln hin,
    du zeigst mir, wie man sieht.

    Sie lehrt mich aus der Stille,
    wie man wartet, wie man schweigt,
    und zeigt aus Herzensfülle,
    mal Zorn, mal Heiterkeit.
    Wenn sie liebt, dann ist nur Liebe,
    wenn sie haßt, dann ist nur Haß,
    alles, was sie tut, ist jetzt sofort
    mit unbegrenztem Spaß.

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    Katharina mach mir Mut und halte mich,
    gibt's morgen auch kein Wiedersehen,
    ich bin doch der Blinde darum führe mich,
    du kannst im Dunkeln gehn.
    Nur weil ich vermute, daß ich sehend bin,
    brauch' ich doch nichts erkennen.
    Komm wir schmeißen einfach alle Regeln hin,
    du zeigst mir, wie man sieht.

    Blinde sind wie Kinder,
    deren Herzen man zerbricht,
    ise wollen auch im Winter
    nur ans Licht, nur ans Licht.

    Katharina mach mir Mut und halte mich,
    gibt's morgen auch kein Wiedersehen,
    ich bin doch der Blinde darum führe mich,
    du kannst im Dunkeln gehn.
    Nur weil ich vermute, daß ich sehend bin,
    brauch' ich doch nichts erkennen.
    Komm wir schmeißen einfach alle Regeln hin,
    du zeigst mir, wie man sieht.

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