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    Der Opa ist halt auch nicht mehr
    das, was er einmal war.
    Er tut sich halt a bisserl schwer
    und denkt nicht mehr so klar.

    Und außerdem, Sie glaubn´s ja nicht,
    was das für eine Arbeit macht:
    Er schmutzt auf einmal fürchterlich
    und röchelt in der Nacht.

    Er war ja früher immerhin
    noch nützlich fürs Geschäft:
    als Nachtportier und dann als Boy,
    mehr schlecht als recht.

    Doch wirklich, im Vertraun,
    auch wenn es einen quält,
    der oide Mann kost nix wie Zeit
    und Zeit ist Geld.

    Es tut uns allen furchtbar leid,
    mir wird´s ums Herz so bang:
    Ich glaub fast, unsern Opa,
    den habma nimmer lang.

    Wir sind zwar alle engagiert
    am ungebornen Leben,
    retten Robben, helfen Schwalben
    beim Eierlegen.

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    Ich selbst bin Präsident
    vom Antidrogenverein.
    Doch so ein alter Mann
    gehört nun mal ins Heim!

    Da baun´s jetzt grad a neues
    im Industriegebiet,
    damit man die Senioren
    nicht allzu häufig sieht.

    Denn das Gehumple und Gehuste
    in nächster Nachbarschaft
    schafft schlechte Vibrations
    und lähmt die Arbeitskraft.

    Er wehrt sich zwar mit Händ und Füß,
    doch besser jetzt wie nie:
    Unser lieber Opa
    verläßt uns morgen früh.

    Was solln denn unsre Yuppies
    von uns halten,
    wenn wir sie konfrontieren
    mit dem Alten.

    Und unsre lieben Kleinen
    so nah am großen Sterben -
    wie soll denn da aus denen
    noch was Ordentliches werden?

    Und einmal jedes Jahr,
    das müßte gehn,
    sollten unsre lieben Kleinen
    ihren Opa wiedersehn.

    Frisch gebadet und drapiert
    in einem Lehnstuhl vor der Tür.
    Und dann singen sie im Chor:
    Wir gratulieren dir! (Lieber Opa.)

    Und wenn die Kleinen endlich groß sind,
    dann lassen wir den Schnickschnack sein:
    Dann schläfern wir den Opa
    in aller Liebe endlich ein.

    Song details

    Composition: Costa Brado

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