Senna Hoy

Leichenwetter

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    Seit du begraben liegst auf dem Hügel,
    Ist die Erde süß.

    Wo ich hingehe nun auf Zehen,
    Wandele ich über reine Wege.

    O deines Blutes Rosen
    Durchtränken sanft den Tod.

    Ich habe keine Furche mehr
    Vor dem Sterben.

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    Auf deinem Grabe blühe ich schon
    Mit den Blumen der Schlingpflanzen.

    Deine Lippen haben mich immer gerufen,
    Nun weiß mein Name nicht mehr zurück.

    Jede Schaufel Erde, die dich barg,
    Verschüttete auch mich.

    Darum ist immer Nacht an mir,
    Und Sterne schon in der Dämmerung.

    Und ich bin unbegreiflich unseren Freunden
    Und ganz fremd geworden.

    Aber du stehst am Tor der stillsten Stadt
    Und wartest auf mich, du Großengel.

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