Im Brunnen Der Erde

Novalis

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    Unendlich tief und still
    tummeln sich Fische
    funkeln so lebendig bunt im Meere
    blaugrüner Spiegel der Natur
    Brunnen der Erde
    Schillernd und mächtig sticht
    ein seltsamer Riesenfisch
    durch den Garten des Ozeans
    kraftvoll pulsiert sein Schuppenkleid
    in wohliger Zufriedenheit
    Atlanto gleitet ruhig und schimmernd im Wogenmeer
    In seiner Strömung wiegen sich Algen hin und her
    Neugierig durchstreift er
    Grotten feuriger Korallen
    Insel versunkener Legionenstädte
    vermodert' alte Wracks
    Im zottigen strömendem Morast
    Sehnsüchte erwachen in ihm
    betteln und fragen
    nach dem Ursprung "Licht"
    lebender Farben
    frei sein - Gefühl puren Glücks
    anerkennt keinerlei Gefahren
    Atlanto gleitet ruhig und schimmernd im Wogenmeer
    In seiner Strömung wiegen sich Algen hin und her
    Sein Auge will erforschen
    diesen Zauberschein des Lichts
    die Herkunft fremdartiger Dinge
    die am Himmel des Meeres sind
    Bilder, Fragen, Ziele
    Was verlangt ihn so magisch zum Licht empor?
    Die Sonne frohlockt mit ihren Blitzen
    vom Zwang getrieben taucht er hinauf
    schmutzig warm färbt sich das Wasser
    Unbehagen steigt in ihm auf

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