Allbrandopher

Riger

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    Ob wohl die Ahnen lachten oder weinten
    Wenn sie es sähen
    Ein vermengtes Erbe - weich
    Kann nur folgen, nicht aufrecht gehen!

    Kein Friede! Kein Frieden!
    Niemals Frieden, weil Ihr Euch beugt!

    Der Friede schmeckt zu süß
    So klebt er lang noch am Gaumen
    Ich kann riechen wie der Atem stinkt
    Der sich dem Schleim der Folgsamkeit verdingt

    Fürsten unter Narren
    Tätscheln das Gesäß des Vordermanns
    Zeigen behände auf die
    Die gerade sind - wie sie es nimmer waren

    Weil das Folgen ihnen leichter liegt
    Weil ihr Folgen noch vor dem Gehen steht

    Für Euren hohen Blick
    Zwei Pfeile in die Augen
    Für Euren prunken Zwirn
    Ein Blutgewand
    Für Euer Säuselwort
    Tausend Knebel aus Klingen
    Für jeden Fingerzeig
    Zehn Beile auf dem Pflock

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    Ich kann riechen wie jeder Finger stinkt
    Der folgsam mit dem Würgen rinkt
    Will sehen wie die Fratze stirbt
    Deren Untertanen - Mundart jedes Wort verdirbt

    Bis gesenktes Haupt es endlich versteht
    Dass vor jedem Folgen Wagnisschritte stehen

    So höre Aaskrähe
    In der Krone meines Lebens
    Dieser Ast beugt sich nicht!
    Deine Last beugt mich nicht

    Reck' mich lieber in den Sturm!

    Denn jeder Ast beugt sich nicht
    Wo biegsamer Zweig dem Sturm erliegt
    Jedes Haupt duckt sich nicht
    Wo der Duckmäuser vor der Lüge kriecht

    Jede Woge bricht sich nicht
    Und stirbt nur still vor dem Strand
    Jeder Rücken krümmt sich nicht
    Unter fremder Last der Tyrannenhand
    Beug' dich nicht!

    Jede Wunde heilt nicht
    Und vergisst wer sie stach
    Nicht jedes Auge kriecht unter's Lid
    Und folgt blind der Schlacht aus Schmach

    Bis gesenktes Haupt es endlich versteht
    Dass Blut und Born in die Asche geht
    Ich entfache die Lohe für dieses Opfer
    Die Scheite brennen leckend - Allbrandopher!

    Und ich lache und ich weine
    Wenn ich in die Flammen seh'
    Nur ein Kriechen und ein Folgen
    Während ich noch steh'
    Doch dieser Arm reicht Euch nicht
    Die waffenlose Hand
    Diese Schritte tragen mich
    Lieber aufrecht in den Untergang

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