Sammelleidenschaft

Vanitas

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    Ich fühle mich, wie gefangen in einem Tötungsglas
    Seine leeren Augen starren mich an
    Ich soll ihn lieben, Gefühle entwickeln
    Sobald ich "ich selbst" bin, hasst er mich
    Aufbewahrt in einem Sammlungskasten, umgeben von Glas
    In ewiger Schönheit. Lebendig, aber tot
    Er will mich lebendig, aber tot
    Du willst mich noch nicht so lieben
    Wie ich mir das vorgestellt
    Doch ich gebe dir noch Zeit
    Zu Lernen was dir gefällt
    Seit Wochen hast du kein Licht gesehen
    Das brauchst du nicht, glaub es mir
    Du hast doch alles, du hast ja mich
    Beklag dich nicht, ich bin ja hier

    Du bist nicht die Erste,
    die hier bei mir lebt
    Meine Sammlung besteht aus vielen Namen,
    ich hab sie alle so geliebt
    Alle sahen dir irgendwie ähnlich,
    sie alle waren wirklich schön
    Vor allem als sie frisch zu mir kamen
    Konnte ich mich nie satt sehen

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    Es nimmt dir mehr von deiner Kraft, wenn du andauernd denkst
    dass mein Sammeln Leiden schafft. Das weißt selbst du schon längst.
    Du spielst hier das arme Opfer, Führst dich auf wie eine Diva.
    Ich kann dich gern zu den Anderen legen. Wäre dir das lieber?

    Du bist so kalt, mein Engel. Du wirkst so müde.
    Gib mir deine Hand. Ich bin ja hier.

    Ich bin ihm ausgeliefert, von ihm abhängig
    Diese Einsamkeit macht mich krank
    Mir ist kalt, ich bin müde
    Ich muss von hier entfliehen
    Diese grauenvolle Stille

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