Hebt Die Hörner

Vidar

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    Wenn's abend ward, es senkt die nacht
    Ihr schwarzes gewand über ruhmreiches land.
    Ist der met unseres glückes garant.
    Aus fester brust braust fröhlicher sang.

    „auf, auf!" es soll das feste beginnen,
    Drängt's gar froh über des waldes zinnen,
    Süßlicher met uns're kehlen durchdringen,
    Die freuden des festes uns heiden erbringen!

    Hebet die hörner und neigt sie tief!
    Hängt morgen auch der haussegen schief!
    Zur ahnentugend woll'n wir uns weih'n!
    Wir lieben das trunken und fröhlichsein!
    Drum senket und schenket noch einen ein!
    Fürwahr es ist unser herrlichster wein!
    Lasten uns schwer auch die müden augen,
    So trinken wir doch bis zum morgengrauen!

    Panik und unrast sind längst hinfort,
    Der thingplatz ist ein gemütlicher ort!
    Lachende fröhlichkeit ist uns hold!
    Aus keinem munde entflieht böses wort!

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    Gefüllt mit dem saft aus besten reben,
    Strecken die kelche dem himmel entgegen!
    Stoßt an, ihr mannen dem rausche ergeben!
    Stoßt an! diese nacht sollt ewig leben!

    Hebet die hörner und neigt sie tief!
    Hängt morgen auch der haussegen schief!
    Zur ahnentugend woll'n wir uns weih'n!
    Wir lieben das trunken und fröhlichsein!
    Drum senket und schenket noch einen ein!
    Fürwahr es ist unser herrlichster wein!
    Lasten uns schwer auch die müden augen,
    So trinken wir doch bis zum morgengrauen!

    Hebet die hörner und neigt sie tief!
    Hängt morgen auch der haussegen schief!
    Zur ahnentugend woll'n wir uns weih'n!
    Wir lieben das trunken und fröhlichsein!
    Drum senket und schenket noch einen ein!
    Fürwahr es ist unser herrlichster wein!
    Lasten uns schwer auch die müden augen,
    So trinken wir doch bis zum morgengrauen!

    Es senkt sich der blick, gar schwer wird die stirn!
    Die feucht- kühle nacht tränkte den zwirn!
    Des feuers rauch rötet die augen!
    Die dämm'rung naht, will die nacht uns rauben!

    Verweilen wir oder kehren wir heim?
    Entscheiden tut es der durst allein!
    Reich mir dein horn, ich schenk dir ein!
    Es muss ja nicht das letzte sein!

    Hebet die hörner und neigt sie tief!
    Hängt morgen auch der haussegen schief!
    Zur ahnentugend woll'n wir uns weih'n!
    Wir lieben das trunken und fröhlichsein!
    Drum senket und schenket noch einen ein!
    Fürwahr es ist unser herrlichster wein!
    Lasten uns schwer auch die müden augen,
    So trinken wir doch bis zum morgengrauen!

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